Aktuelle Veranstaltungen der Ev.-luth. Kirchengemeinde Markt in Goslar

Aktuelles

Besondere Mitteilungen und Veranstaltungen in unserer Gemeinde

Bildergalerie von der Glockenweihe am 19.09.2016
Bildergalerie von der Auffahrt der Glocken auf den Turm
Gottesdienste und Veranstaltungen März - Mai 2017
Archiv: Kunstausstellungen in der Marktkirche
Archiv: Besondere Veranstaltungen der Marktkirche und der Propstei Goslar
Berichte und Fotos von besonderen Veranstaltungen in den letzten Jahren finden Sie in unserem Archiv



Donnerstag, 23. März 11.00 Uhr, Marktkirche

Buchvorstellung

"Marktkirchen-Bibliothek Goslar"

"Beiträge zur Erforschung der reformationszeitlichen Sammlung"

herausgegeben von Helmut Liersch in Zusammenarbeit mit Ulrich Bubenheimer.

Einladung zu der Veranstaltung

Auf gut 300 Seiten und anhand von über 200 farbigen Abbildungen wird erstmals dargestellt, welche Schätze die in der Marktkirche lange Zeit verborgen existierende Büchersammlung beinhaltet. Das Werk erscheint im renommierten Regensburger Verlag "Schnell und Steiner".






"Die Marktkirchen-Bibliothek Goslar - Schatzkammer der Reformationszeit"

Dieser Vortrag fand am 1. Dezember 2016 im Rahmen des Europäischen Stationenweges zur Reformation statt.

Bildergalerie vom Vortrag

Video aus dem Reformationstruck zum Thema Ablassplakat

Am Abend des 1. Dezember fand im Anschluß an das Tagesprogramm des "Stationenweges" (Führungen, Reformationstruck) ein weiteres Highlight in der Marktkirche statt. Unter dem Titel "Die Marktkirchen-Bibliothek Goslar - Schatzkammer der Reformationszeit" , fand ein Vortrag von Propst i.R. Helmut Liersch, welcher als Beauftragter die Bibliothek betreut, statt. Diese Bibliothek hat in den letzten Jahren des öfteren von sich Reden gemacht mit Artikeln, welche das Wort "Alleinstellungsmerkmal" enthielten.
In dem Vortrag wurde deshalb auf die Bibliothek im Allgemeinen und die Alleinstellungsmerkmale im Speziellen eingegangen. Die neueren Informationen wurden u.a. durch Zusammenarbeit von Helmut Liersch mit Prof. Dr. Ulrich Bubenheimer, einem Handschriftenexperten aus Heidelberg gewonnen. So wurde, pünktlich zum Reformationsjubiläum als Alleinstellungsmerkmal, ein Original-Ablassplakat aus der Reformationszeit entdeckt, welches als Buchbindepapier mit der bedruckten Seite nach innen in einem Buch in der Bibliothek versteckt war. Eine reife, kriminalistische Leistung!.
Weitere einzigartige Stücke in der Bibliothek sind das Erfurter Enchiridion aus dem Jahre 1524, das weltweit älteste und einzig noch vorhandene Gesangbuch. Außerdem befindet sich auch eine Septembertestament von 1522 in dem Bestand der Bibliothek. von diesem Buch gab es 3000 Exemplare, 1% sind noch vorhanden. Ein Brief von Martin Luther an die Jacobi-Gemeinde befindet sich ebenfalls im Bestand.
Als weitere interessante Erkenntnis aus den Forschungen, ist die Entdeckung der Bibliothek des ehemaligen Franziskanerklosters (Hinter den Brüdern/Greifplatz) in Goslar in den Beständen der Marktkirchenbibliothek zu nennen. Das Kloster (Gründung ca. 1200) wurde im Zuge der Reformation geschlossen, die Bettelmönche hatten keine Einkünfte mehr. Das gleiche Schicksal ereilte viele Priester, welche durch Abschaffung der Heiligenverehrung einen Wegfall der Pfründe erlitten.
Als wichtiger Punkt wurde ausgeführt, dass ein großer Teil der Bücher aus der Reformationszeit in der Marktkirchenbibliothek aus Halberstadt stammt, als Schenkung der Anwaltes Andreas Gronewald. Gronewald war ein Vertrauter des Kardinals Albrecht von Brandenburg und blieb katholisch. Trotzdem war er den reformatorischen Ideen zugetan, und er legte eine entsprechende Bibliothek an, die er aber unter dem (katholischen) Druck der Ereignisse in Halberstadt 1535 zu einem befreundeten Superindenten Weidensee nach Goslar bringen ließ.

Im Verlauf des fast 1½ stündigen Vortrages, der völlig frei, sowie mit Begeisterung und Identifikation mit dem Thema (und immer mit einer Prise Humor) gehalten wurde, kamen noch viele weitere interessante Informationen und Anekdoten aus der Reformationszeit in Goslar zur Sprache. Die Zuhörer dankten Propst i.R. Liersch mit lang anhaltendem Beifall.



Musik zu Advent und Weihnachten - Neue CD mit der Kantorei Goslar und Gerald de Vries (Orgel)




"Das große Geschenk" erwärmt die Herzen von Jung und Alt

Bilder vom Gottesdienst

Familiengottesdienst in der Marktkirche Goslar, das heißt: frühzeitig kommen und gute Plätze sichern. Denn beinahe wie zu Heiligabend ist das Kirchenschiff frühzeitig gefüllt mit einer jungen und erwartungsfrohen Gemeinde. "Ein Freund ist für den andern da" - dies machten die Kinder der Kita Zum Markte in ihrem Adventsstück "Das große Geschenk" anschaulich, das im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand.

Die Mädchen und Jungen der Kita Zum Markte sangen und spielten die Geschichte vom kleinen Igel, der im Sturm sein Nest verloren hat. Der tapfere und gutherzige Igel hilft dennoch den anderen und wird am Ende dann selbst wunderbar beschenkt wird.

"Jedes Mal, wenn ihr einem anderen helft, seid ihr ihr auf den richtigen Weg, seid ihr unterwegs zur Krippe", verdeutlichte Pfarrerin Karin Liebl. Die musikalische Begleitung hatte Propsteikantor Gerald de Vries übernommen.

Im gemeinsamen Gebet wurde das Kommen der Engel erwartet, um Ohren zu spitzen für die Nöte der Menschen, für die Einsamen, die Alten und die Kranken.

Bei Tee und selbstgebackenen Plätzchen war schließlich Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch der besten Geschenkideen für Weihnachten.



Fröhlicher Gottesdienst rund um die Orange

Familiengottesdienst unter dem Motto "Orangen - süß und bitter" am 25.09.16 in der Marktkirche

Bildergalerie vom Familiengottesdienst am 25.09.2016

Familiengottesdienst in der Marktkirche, das heißt, dass man sich am besten schon früh Plätze sichert. So war auch dieses Mal das Kirchenschiff fast vollständig mit jungen und älteren Menschen gefüllt, die gespannt darauf waren, was die Erzieherinnen und Kinder der Kita Zum Markte zum Thema "Orange" vorbereitet hatten.

Zuerst führten die Hortkinder der Kita zu Markte führten in den Alltag von jungen Orangenpflückern ein. Sowohl das Anspiel als auch der fröhliche und beherzte Gesang der von Franziska de Vries begleiteten Kita-Kinder konnten begeisterten, so dass es immer wieder Zwischenapplaus gab. Als Lesung war ein Text vom Propheten Jesaja zu hören, der von einem paradiesischen Traum erzählt, von einfachen Menschen, die ihr Land bearbeiteten und davon die davon träumen, dass es gerechter zuginge in der Welt, friedlicher und fairer.

Pfarrerin Karin Liebl wies in ihrer Predigt darauf hin, dass wir diesen Traum bis heute teilen: Dem, der hungrig ist, etwas abgeben. Dem Heimatlosen Obdach gewähren, und ihn bei uns eine neue Heimat finden lassen. Menschen, die nicht genug zum Anziehen haben, etwas zum Anziehen geben. Für die alten Eltern, für Geschwister da sein, wenn sie Hilfe brauchen.

Das dann folgende Agape-Mahl wurde mit Brot und fair gehandeltem Orangensaft gefeiert.

Beim anschließenden Empfang gab es die Möglichkeit, sich in einer Ausstellung über die Orangenproduktion und über die vielseitige Verwendung von Orangen in unserem Alltag zu informieren. Und der Orangenkuchen mundete allen!

So nahm ein erbaulicher Vormittag in der Marktkirche ein süßes Ende.



Eine neue Glocke für die Marktkirche

Bildergalerie vom Glockenguss in Lauchhammer am 22. Juli 2016

Freitag 22. Juli, kurz vor halb Sieben. Nach und nach treffen die angemeldeten Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die dabei sein wollen bei der Fahrt ins brandenburgische Lauchhammer, auf dem Parkplatz vor der Kaiserpfalz ein. Es sind Mitglieder des Kirchenvorstands der Marktgemeinde, die den Guss einer neuen Schlagglocke in Auftrag gegeben hat, aber auch Menschen aus anderen Goslarer Gemeinden und sogar ein Ehepaar aus Bad Harzburg. Heinz Fischer, der ehemalige Marktkirchenpfarrer, merkt beim Einsteigen an, dass er in all seinen Dienstjahren so manches erlebt habe - aber er hat noch nie zugeschaut, wenn eine neue Glocke entsteht. So geht es den allermeisten in der Gruppe.

Die Busfahrt zieht sich; immerhin liegt Lauchhammer 340 km entfernt. Die Fahrt führt an Halle vorbei, Leipzig, Dresden, dann fährt der Bus ein Stück Richtung Berlin und erreicht schließlich den Zielort. OSL steht auf den Nummernschildern der Autos: Oberspreewald-Lausitz. Der "Industriepark", durch den wir fahren, ist eine Mischung aus Resten der Industrie früherer Tage, wohl eher mäßig erfolgreichen Infrastrukturbemühungen der Nachwendezeit und Brachland.

Die Kunstgießerei selbst aber liegt malerisch und wirkt, als sei die Zeit stehen geblieben. Wir erfahren, dass die Gießerei schon seit dem frühen 18. Jahrhundert besteht und damit Zeugnis von einer sehr frühen Phase der Industrialisierung abgelegt. Das in dieser Region vorkommende hochwertige Rasenerz bewegte seinerzeit den Landesherrn, entsprechende Manufakturen zu begründen. Deshalb schaut die Gießerei auf eine lange Tradition auch des Glockengusses zurück, die allerdings in DDR-Zeiten unterbrochen war. Während dieser Jahre war Lauchhammer die größte Kunstgießerei der DDR. Ob Lenin oder Marx: Alles, was auf einen Sockel passte, aus Bronze war und mit heroischer Miene ins Land schaute - es kam mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Lauchhammer. Nach der Wende kaufte die im Hessischen ansässige Firma Rincker die Kunstgießerei und begründete die Glockengusstradition neu. Wir sind gespannt auf das Schauspiel, das sich uns beim Guss unserer Glocke darbieten wird.

Zuvor aber geht es in die nahe gelegene Kirche. Das heißt: Sie war einmal eine Kirche. Jetzt ist sie eine Dorfgemeinschaftshaus-Kulturzentrum-Kirchen-Mehrzweckhalle. Dort, wo einmal der Hohe Chor war, befindet sich heute eine Bühne. Im Eingangsbereich eine Theke - Kneipenatmosphäre. Beim Hereinkommen dudelt Unterhaltungsmusik. Einer, der hier verantwortlich zu sein scheint, begrüßt uns freundlich über eine offensichtlich auf Gesang ausgelegte Verstärkeranlage. Gut, dass Carsten Jelinski, der als Pressevertreter mitgereist ist, auch als Organist beschlagen ist. Sein einfühlsames Spiel und die wohlgesetzten Worte von Marktkirchenpfarrerin Karin Liebl sorgen dafür, dass doch gottesdienstliches Flair aufkommt. So sind wir gut vorbereitet für den Glockenguss, der sich nun anschließen soll.

Warum braucht die Marktkirche eine neue Glocke? Es geht nicht um das Geläut, das zum Gottesdienst einlädt. Sondern es sind die beiden stählernen Schlagglocken in der Spitze des Nordturmes, die der Erneuerung bedürfen. Sie waren nach dem Zweiten Weltkrieg im Turm angebracht worden, um akustisch die Zeit anzusagen. Die originalen Glocken waren, wie an so vielen Orten im Land, vom Turm geholt worden, damit aus ihrer Bronze Kanonen werden sollten. Glücklicherweise blieb ihnen dieses Schicksal erspart. Beide Glocken, die größere, die die vollen Stunden anzeigt, wie die kleinere für die Viertelstunden, kehrten vom "Glockenfriedhof" in Hamburg nach Goslar zurück. Die größere der beiden steht seither im Seitenschiff der Kirche nahe des Nordturms und diente in den zurückliegenden Jahrzehnten als Friedensmahnmal.

Irgendwie hatte sich in der Gemeinde die Ansicht durchgesetzt, sie sei beschädigt und funktionsuntüchtig. Als vor einiger Zeit der von der Landeskirche bestellte Glockensachverständige die stählernen Glocken, die aktuell den Dienst der Zeitansage versehen, als erneuerungsbedürftig einstufte, wurde die alte, nach Goslar zurückgekehrte Glocke geprüft. Es stellte sich heraus, dass sie keineswegs beschädigt ist und wie in früheren Zeiten wieder als Schlagglocke fungieren kann. Ebenfalls vom Glockenfriedhof in Hamburg zurückgekehrt war jene Glocke, die in der Marktgemeinde als Zwillingsglocke angesehen wurde. Sie lädt heute im Kloster Riechenberg vor den Toren der Stadt Goslar zum Gottesdienst ein. Dort soll sie auch bleiben, denn sie passt nicht zu der größeren, originalen Glocke.

So reifte, auch auf Empfehlung des Glockensachverständigen, der Entschluss, ein neues, passendes Gegenstück gießen zu lassen. Es ist dem Engagement des Fördervereins der Marktgemeinde, großzügigen Einzelspenden wie auch einem Zuschuss seitens der Landeskirche zu danken, dass bald zwei aufeinander abgestimmte Glocken im Nordturm die Zeitansage übernehmen werden, gesteuert von der historischen Weule-Uhr, deren Werk unterhalb der Turmhaube aufgestellt ist. Anders als die stählernen Glocken, deren Haltbarkeit auf ca. 70 Jahre begrenzt ist, können bronzene Glocken Jahrhunderte überdauern.

Zwischen 1120 und 1140 Grad heiß ist die Legierung aus Bronze und Zinn, aus der Glocken gegossen werden. Entsprechend glüht der Tiegel rot, in dem sich das flüssige Metall befindet. Vom Meister der Werkstatt haben wir unsere Plätze angewiesen bekommen in der alten Halle. Uns kommt der Abstand ein bisschen gering vor, was auch an der deutlich spürbaren Hitze, die von dem Tiegel ausgeht, liegen mag. Dafür können wir nun alles gut sehen. Zuerst wird mit einem überdimensionalen Schöpflöffel die Schlacke von dem hell orange leuchtenden Metall entfernt, dann hebt eine Art Kran den Tiegel über die Öffnung, in die das glühende Material fließen soll. Die Gussform ist nicht "fest gemauert in der Erden", wie Friedrich Schiller es in seinem Gedicht beschreibt. Das ist nur bei großen Glocken nötig. Unsere ist noch in einer Dimension, dass schwere, aus Beton gegossene, übereinander liegende Ringe die zuvor in mühevoller Arbeit angefertigte Form zu halten vermag. Sonst aber ist alles wie schon vor Jahrhunderten. Der Meister steigt auf die Form, um den Guss dirigieren zu können. Eine Minute später ist schon alles Entscheidende geschehen. Auf die Öffnung wird Holzkohle geschüttet, damit der nun folgende tagelange Prozess des Abkühlens überall gleichmäßig geschieht.

Ob der Guss geglückt ist? In nur wenigen Fällen, so erfahren wir in dem sich anschließenden Vortrag durch den Glockengussmeister, scheitert der Guss. Ist die Glocke abgekühlt und aus der Form befreit, prüft ein Glockensachverständiger ihren Klang. Mit ein bisschen Glück stimmt alles auf Anhieb. Manchmal wird auf der Innenseite der Glocke noch etwas Material weggenommen, damit genau der gewünschte Ton erreicht wird. Inzwischen wissen wir: Unsere Glocke ist genauso geworden, dass sie gemeinsam mit ihrer größeren und bereits bewährten Zwillingsglocke künftig in viertelstündigem Abstand vom Turm der Marktkirche erklingen wird.

Am Montag, den 31. Oktober, dem Reformationstag, werden die beiden Glocken im Anschluss an einen Gottesdienst geweiht werden.

Gegen 21 Uhr kehrt unsere Reisegruppe nach Goslar zurück. Und alle finden, dass das Erlebte die lange Fahrt gelohnt hat.

Thomas Gunkel



Harzer Kirchen aufgeschlossen

Harzkarte liegt kostenlos in der Marktkirche bereit

Die Zusammenarbeit der Kirchen in der Harz-Region setzt sich fort. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren eine grenzüberschreitende Karte mit geöffneten Kirchen sowie ein Buch über die evangelischen Kirchengebäude im Harz veröffentlicht wurde, ist am Montag, 27. Juni, ein weiteres Projekt vorgestellt worden: eine neue, handlich gefaltete Straßenkarte für die Hosentasche, auf der die verlässlich geöffneten Kirchen im Harz eingetragen sind. Ihre Zahl ist weiter gestiegen. Erstmals finden sich darauf neben den evangelischen auch die geöffneten katholischen Kirchen der Region. Auf diese Weise konnte das Landeskirchen übergreifende Projekt ökumenisch erweitert werden. Propst Helmut Liersch (Goslar) zeigte sich erfreut über die unkomplizierte Zusammenarbeit unterhalb der institutionellen Ebene mit den anderen Harzer Kirchenkreisen sowie den katholischen Bistümern.

Die neue Karte, die in einer Auflage von 85.000 Exemplaren erschienen ist, wird in erster Linie vom Harzer Tourismusverband verbreitet. In allen Tourist-Informationen der Region soll sie kostenlos erhältlich sein. Aber auch in allen Kirchen wird die Publikation ausliegen. Insgesamt sind 110 Kirchen verzeichnet, 39 davon sind katholisch. Herausgeber sind die zu den vier Landeskirchen von Braunschweig, Hannover, Mitteldeutschland und Anhalt gehörenden Kirchenkreise und Propsteien im Harz (Bad Harzburg, Ballenstedt, Clausthal-Zellerfeld, Eisleben, Goslar, Halberstadt, Herzberg, Osterode, Seesen, Südharz) sowie die katholischen Bistümer Hildesheim und Halberstadt.

Michael Strauss, Pressesprecher der Landeskirche

Kirche im Harz aufgeschlossen




Neue Broschüre

Evangelisch im Harz



"Krabbelkäfer" noch offen für neue Kinder

Hallo, liebe Eltern!

Mein Name ist Kerstin Schmidt und ich bin die Leiterin der Krabbelgruppe "Die Krabbelkäfer" im Amsdorfhaus. Ihr habt noch nichts von uns gehört? Macht nichts, dann erzähle ich euch heute einfach ein wenig von uns!

Also, die Krabbelgruppe existiert bereits seid 1999 und ist geeignet für Kiddies ab dem Krabbelalter bis ca. 3 Jahre. Während unserer Treffen haben die Kinder Gelegenheit ausgiebig zu spielen und wir Mütter basteln meistens etwas mit den Kindern bzw. für die Kinder. Singspiele und gemeinsame Besuche auf dem Spielplatz gehören natürlich auch dazu. Regelmäßig einmal im Halbjahr sammeln wir beim gemütlichen Essen neue Ideen, wie wir unsere Treffen spannend gestalten können. Außerdem besucht uns einmal im Monat Pastorin Karin Liebl und überrascht uns mit schönen Aktionen.

Neugierig geworden?

Prima! Wir heißen alle herzlich willkommen, die uns einmal besuchen wollen. Wenn es euch gefällt, könnt ihr natürlich gerne dabei bleiben.

Wir treffen uns immer dienstags um 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr. Bis hoffentlich bald!

Die Krabbelkäfer freuen sich auf Euch!

Treffen der Krabbelkäfer

Foto: Marktgemeinde


Immer dienstags: Krabbelgruppe

"Lebensbegleitung für Jung und Alt" heißt es im Leitbild der Marktgemeinde. Im Amsdorfhaus kommen die Jüngsten jede Woche am Dienstagvormittag von 10 Uhr bis 11.30 Uhr zusammen. Hier treffen sie Freundinnen und Freunde, singen gemeinsam, "gehen auf Löwenjagd" oder "suchen Gespenster", frühstücken zusammen, feiern Geburtstag und vieles mehr.

Auch für die Erwachsenen ist es wichtig nach der Geburt eines Kindes Gleichgesinnte mit ähnlichen Problemen und Fragestellungen zu treffen und sich gegenseitig zu unterstützen. So entsteht oft nach längerer Pause wieder ein Kontakt zur Kirchengemeinde, der für beide Seiten bereichernd ist.

Eltern, die auf der Suche nach einer Gruppe für sich und ihr Kind sind können gerne einfach einmal zum Schnuppern vorbeikommen.

Karin Liebl

P.S. Schön, dass wir seit kurzem - dank Kirchenvorsteher Jörg Düspohl - im Amsdorfhaus auch einen tollen Wickeltisch in der behindertengerechten Toilette haben und so wieder ein Stück familienfreundlicher geworden sind …



Neues Buch von Propst i.R. Helmut Liersch

Predigtband von Propst Helmut Liersch

GOSLAR. Regelmäßige Gottesdienstbesucher werden sich über den Wiedererkennungseffekt im jüngsten Buch von Propst Helmut Liersch freuen. In seinem Predigtband, rechtzeitig vor seinem 60.Geburtstag im renommierten Radius-Verlag erschienen, stehen 26 vornehmlich in der Marktkirche gehaltenen Predigten.

Auch wenn es nicht vom Pfarrer abhängt, ob eine Predigt zum Sauerteig für das Glaubensleben der Zuhörer wird, ist Predigen keine einfache Sache. Da sind Glaubwürdigkeit des Predigers, ein sicheres theologisches Fundament und die Fähigkeit gefragt, die biblische Botschaft ins Leben des Einzelnen und der Gesellschaft „zu übersetzen“. Diese Situation spiegeln die Predigten wie auch der auf dem Pfarrertag gehaltene Vortrag zum Thema „Wie gebe ich Zeugnis von der Hoffnung?“ wieder.

Mit der Wahl des Buchtitels „Geistkraft“ verweist Liersch darauf, dass es Gottes Geist ist, der Leben gelingen lässt. Seine Predigten sind ein Plädoyer für den Glauben, ohne dass er Schwierigkeiten im Umgang mit biblischen Texten ausspart. Das Buch ist in den Buchhandlungen, in der Marktkirche, im Pfarramt und in der Propstei erhältlich.um

Artikel in Goslarsche Zeitung v. 2.9.2006

PREDIGTEN - KRAFT DES GEISTES

Das Buch "Geistkraft" von Helmut Liersch kann man von zwei Seiten lesen: Seinen Hauptteil machen 26 Predigten aus, die der Goslarer Propst in der Goslarer Marktkirche gehalten hat. Man kann aber auch zuerst auf Seite 153 anfangen und sich von Lierschs "Plädoyer gegen die Selbst-Marginalisierung evangelischer Verkündigung" gefangen nehmen lassen.

In diesem Essay legt der Autor, der am 3. September seinen 60. Geburtstag feiert, eine kleine, aber leidenschaftliche Homiletik vor. Er artikuliert das Leiden an "der Unlust an der Predigt", die er - und sicher viele Predigthörerinnen und -hörer - landauf, landab beobachten. Es geht ihm dabei nicht um Kollegenschelte, sondern darum, wie der eigentliche Predigt-Auftrag gelingen kann: "Wie gebe ich Zeugnis von der Hoffnung?" ist seine Leitfrage. Jedenfalls nicht, sagt Liersch, wenn "wir stecken bleiben bei der Bauart palästinensischer Häuser zur Zeit Jesu" oder darin, zu betonen, "was Gott nicht ist".

Liersch macht Mut dazu, Position zu beziehen: Christlicher Glauben hat Antworten auf die existentiellen Fragen, die Menschen umtreiben. "Wir haben doch diese Antworten bekommen - und wir wollen sie doch verständlich geben, seelsorgerlich fassbar". Pastorinnen und Pastoren werden diesen Essay mit Gewinn für ihre eigene Predigtarbeit lesen. Ebenso viel Gewinn werden "Normalleser" aus den Predigten ziehen: Liersch überrascht mit neuen, erhellenden Auslegungen "bekannter" Texte, unterhält und macht neugierig, erhebt nirgends den moralischen Zeigefinger, sondern macht Mut und öffnet den Weg für die "Geistkraft", die allein Glauben wecken und bestärken kann.

Helmut Liersch: Geistkraft. Predigten. Radius Verlag, Stuttgart 2006 170 Seiten, 15 Euro
Evangelische Zeitung vom 3.September 2006