Hans Mücke wird beim Einführungsgottesdienst der neuen KirchenvorsteherInnen, am 3. Juni um 10 Uhr aus dem Kirchenvorstand verabschiedet. Er ist damit der einzige aus dem bisherigen Team, der das Leitungsgremium der Marktgemeinde aus Altersgründen verlässt.
Seit 1978 hat er als Mitglied, davon seit 1984 als Vorsitzender des Kirchenvorstandes die Geschicke der Marktgemeinde mitbestimmt. Ruhig und besonnen leitete er stets die KV-Sitzungen, verhalf den Mitgliedern dazu, Konflikte angemessen zu besprechen: Loyal gegenüber dem Pfarramt kamen ihm seine Erfahrungen als Jurist und erster Kreisrat beim Landkreis Goslar gerade auch in Personalfragen zugute.
Persönlich lag ihm die Partnerschaft zu Oppeln/Brieg am Herzen, er besuchte mehrmals die Gemeinde dort. In die Leitung des Diakonieausschusses floss auch sein Engagement als Vorstandvorsitzender der Lebenshilfe Goslar ein.
Wir danken Herrn Hans Mücke sehr herzlich für seine Arbeit in der Marktgemeinde, sein Mitwirken in den Gottesdiensten und KV-Klausuren, sein Interesse an theologischen Fragen. Wir wünschen ihm und seiner Familie Gesundheit, Gottes Segen und einen weiterhin wachen Geist.
Karin Liebl
Im Winter wurde Pfarrerin Karin Liebl vom Kirchenvorstand einstimmig in ihrem Amt in der Marktgemeinde bestätigt. Sie wird sich nun für weitere fünf Jahre als Geschäftsführerin, als Ansprechpartnerin für die Kita zum Markte, für die Kinderkirche und vieles mehr für das Wohl der Gemeinde engagieren.
Wir gratulieren und wünschen weiterhin einen segensreichen Dienst!
Die Zusammenarbeit der Kirchen in der Harz-Region setzt sich fort. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren eine grenzüberschreitende Karte mit geöffneten Kirchen sowie ein Buch über die evangelischen Kirchengebäude im Harz veröffentlicht wurde, ist am Montag, 27. Juni, ein weiteres Projekt vorgestellt worden: eine neue, handlich gefaltete Straßenkarte für die Hosentasche, auf der die verlässlich geöffneten Kirchen im Harz eingetragen sind. Ihre Zahl ist weiter gestiegen. Erstmals finden sich darauf neben den evangelischen auch die geöffneten katholischen Kirchen der Region. Auf diese Weise konnte das Landeskirchen übergreifende Projekt ökumenisch erweitert werden. Propst Helmut Liersch (Goslar) zeigte sich erfreut über die unkomplizierte Zusammenarbeit unterhalb der institutionellen Ebene mit den anderen Harzer Kirchenkreisen sowie den katholischen Bistümern.
Die neue Karte, die in einer Auflage von 85.000 Exemplaren erschienen ist, wird in erster Linie vom Harzer Tourismusverband verbreitet. In allen Tourist-Informationen der Region soll sie kostenlos erhältlich sein. Aber auch in allen Kirchen wird die Publikation ausliegen. Insgesamt sind 110 Kirchen verzeichnet, 39 davon sind katholisch. Herausgeber sind die zu den vier Landeskirchen von Braunschweig, Hannover, Mitteldeutschland und Anhalt gehörenden Kirchenkreise und Propsteien im Harz (Bad Harzburg, Ballenstedt, Clausthal-Zellerfeld, Eisleben, Goslar, Halberstadt, Herzberg, Osterode, Seesen, Südharz) sowie die katholischen Bistümer Hildesheim und Halberstadt.
Michael Strauss, Pressesprecher der Landeskirche
Wir - 14 Frauen und Männer der Marktgemeinde - sahen auf dieser Fahrt die Rosette für das Westportal der Marktkirche, wunderbar präsentiert in der Größe 1:1 und zum ersten Mal zum Anfassen. Erleben durften wir die Schreiter-Entwürfe in Glas, die symbolhaltigen Farben und Formen des Künstlers vor einem riesigen Fenster im Glasstudio Derix in Taunusstein; die Korrekturen auf den Glaselementen notiert, fast wie Martin Luther mit Kreide auf seinem Tisch, hier war es nicht Kreide sondern der Marker und es war nicht Luther sondern Johannes Schreiter, der hier Hinweise für den Verarbeitungsprozess notiert hatte. - O.k., der Vergleich hinkt, aber: das Prozesshafte des Gestaltungsprozesses, die Wichtigkeit von "Hand in Hand zwischen Kunst und Handwerk" und das gegenseitige Vertrauen, wenn das Werk gelingen soll, wurde nachvollziehbar, spürbar, ein beeindruckender Moment für unsere Gruppe aus Goslar.
Jetzt ist mir klar, weshalb Prof. Schreiter so "angewiesen" ist, so großen Wert darauf legt, ein Glasstudio mit hervorragender Kompetenz, internationaler Bedeutung und! dem Gespür für die Botschaft des Künstlers an seiner Seite zu haben, denn die genialen Ideen und Entwürfe eines Schreiter sind das Eine, ihre Wirkung in der Rosette und den vier romanischen Fenster sind das Andere. Zumindest in diesem Punkt unterscheidet sich die "Kunst in Glas" von der Kunst einer Malerin, eines Zeichners oder einer Bildhauerin, letztere bedürfen keiner handwerklichen Umsetzung, hier ist Miteinander gefragt und für das Werk von Bedeutung.
Und: sich klar zu machen, bewusst zu werden, dass wir der Rosette kaum ein zweites Mal so nahe kommen werden wie in dieser Stunde bei Derix, darauf wies einer der Projektleiter der Firma bei seiner Führung durch die Werkstatt hin, also: noch einmal anfassen, die geätzte Linie berühren, dem Leuchten der Farben nachspüren und die Formgebung aufnehmen, auf Nasenhöhe - die Eindrücke werden gespeichert.
Sechs Stunden später, zurück in Goslar: im langsamen Vorüberfahren, an der Westseite der Marktkirche, kam uns die Rosette relativ klein(er) vor. Perspektive und Nähe/Distanz verändern die Intensität ihrer Wirkung. Ein Erlebnis/eine Erfahrung von vielen, die wir während dieser Exkursion in Sachen Glaskunst und Kirchenfenster, machten.
Auch die Ruhe, Konzentration und unaufgeregte Hingabe, mit der die - mehrheitlich jungen - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort arbeiten, gestalten, ätzen, Entwürfe und Motive in Glas umsetzen, zum Teil mit Substanzen und Flüssigkeiten, die der menschlichen Gesundheit ohne Schutz nicht zuträglich wären,; gleichzeitig aber bekommt das Glas für die Kirchenfenster erst durch sie den gewollten Farbton, ihren lichtinduzierten Glanz, die nachhaltiger Lebensdauer und - ihre spirituelle Wirkung - zur Ehre und zum Lob Gottes, auf der Westseite in der Marktkirche, nach außen in die städtische Umgebung mit Brusttuch und Bäckergildehaus und nach innen in den sakralen Raum.
Pfingsten werden wir die Ausstrahlung der Rosette und der vier romanischen Kirchenfenster erleben. Wir 14 kamen bereits zwei Monate früher in den Genuss, eine "Fertigungsstufe" in ihrem wochenlangen Entstehungsprozess in Augenschein zu nehmen und zu berühren.
Die Vorfreude auf diese Kunstwerke in Glas, Verbindung von Form, Farbe und Licht, ist geweckt, die Spannung groß: noch wissen wir nicht, welche Wirkung diese neuen Schreiter-Fenster im Westwerk der Marktkirche entfalten werden, die besondere Ausstrahlung der bereits vorhandenen Schreiter-Fenster im Hohen Chor lässt erahnen, dass es uns intensiv berühren wird, möge es so sein.
Dierk Landwehr
Hallo, liebe Eltern!
Mein Name ist Kerstin Schmidt und ich bin die Leiterin der Krabbelgruppe "Die Krabbelkäfer" im Amsdorfhaus. Ihr habt noch nichts von uns gehört? Macht nichts, dann erzähle ich euch heute einfach ein wenig von uns!
Also, die Krabbelgruppe existiert bereits seid 1999 und ist geeignet für Kiddies ab dem Krabbelalter bis ca. 3 Jahre. Während unserer Treffen haben die Kinder Gelegenheit ausgiebig zu spielen und wir Mütter basteln meistens etwas mit den Kindern bzw. für die Kinder. Singspiele und gemeinsame Besuche auf dem Spielplatz gehören natürlich auch dazu. Regelmäßig einmal im Halbjahr sammeln wir beim gemütlichen Essen neue Ideen, wie wir unsere Treffen spannend gestalten können. Außerdem besucht uns einmal im Monat Pastorin Karin Liebl und überrascht uns mit schönen Aktionen.
Neugierig geworden?
Prima! Wir heißen alle herzlich willkommen, die uns einmal besuchen wollen. Wenn es euch gefällt, könnt ihr natürlich gerne dabei bleiben.
Wir treffen uns immer dienstags um 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr. Bis hoffentlich bald!
Die Krabbelkäfer freuen sich auf Euch!

Treffen der Krabbelkäfer
"Lebensbegleitung für Jung und Alt" heißt es im Leitbild der Marktgemeinde. Im Amsdorfhaus kommen die Jüngsten jede Woche am Dienstagvormittag von 10 Uhr bis 11.30 Uhr zusammen. Hier treffen sie Freundinnen und Freunde, singen gemeinsam, "gehen auf Löwenjagd" oder "suchen Gespenster", frühstücken zusammen, feiern Geburtstag und vieles mehr.
Auch für die Erwachsenen ist es wichtig nach der Geburt eines Kindes Gleichgesinnte mit ähnlichen Problemen und Fragestellungen zu treffen und sich gegenseitig zu unterstützen. So entsteht oft nach längerer Pause wieder ein Kontakt zur Kirchengemeinde, der für beide Seiten bereichernd ist.
Eltern, die auf der Suche nach einer Gruppe für sich und ihr Kind sind können gerne einfach einmal zum Schnuppern vorbeikommen.
Karin Liebl
P.S. Schön, dass wir seit kurzem - dank Kirchenvorsteher Jörg Düspohl - im Amsdorfhaus auch einen tollen Wickeltisch in der behindertengerechten Toilette haben und so wieder ein Stück familienfreundlicher geworden sind …

Wolfgang Kramme, Hannelore Rauschmaier, Ingrid Emmerich, Helmut Mühlhausen, Bärbel Kröter, Heinrich Rehbock, Michael Alewyn, Lothar Marx, Marcus Hoppe, Bärbel Gorny, Claudia Bollmann. Auf dem Foto fehlt Antje Krüger.
Die Marktkirche Goslar ist täglich von 10-17 Uhr geöffnet. Das ist ein hervorragender Service für die vielen Gäste, die Goslar oft nur wenige Stunden besuche, aber auch für zahlreiche Goslarerinnen und Goslarer, die die Atmosphäre der Marktkirche zur kurzen Besinnung im Alltag nutzen.
Der Gästeservice ist bei diesem Projekt "Offene Marktkirche" ein wichtiger Pfeiler. Denn eine geöffnete Kirche ist kaum vorstellbar ohne Betreuung. Die Hauptaufgabe der zurzeit zwölf Damen und Herren besteht darin, als Ansprechpartner/in für die Gäste zur Verfügung zu stehen. Die Gesprächsinhalte bewegen sich zwischen Fragen wie: "ist diese Kirche evangelisch oder katholisch" bis hin zu persönlichen Themen. Außerdem betreut der Gästeservice den Verkaufsstand in der Kirche und steht den PfarrerInnen, dem Kantor und dem Küster bei Veranstaltungen helfend zur Seite.
Ist Ihr Interesse geweckt? Dann fassen Sie sich ein Herz und melden sich bei Herrn Kramme (Tel. 18825) oder direkt beim Pfarramt unter der Telefonnummer 22922.
Ralph Beims
Von Propst Helmut Liersch ist im Radius-Verlag das Buch "Geistkraft" erschienen. Es enthält 26 Predigten, überwiegend in der Marktkirche Goslar gehalten, dazu einen Essay über seine Auffassung vom Predigen. Der Band ist fest gebunden und umfasst 170 Seiten. Er ist erhältlich im Buchhandel und in der Marktkirche, kostet 15 Euro.

Das Buch "Geistkraft" von Helmut Liersch kann man von zwei Seiten lesen: Seinen Hauptteil machen 26 Predigten aus, die der Goslarer Propst in der Goslarer Marktkirche gehalten hat. Man kann aber auch zuerst auf Seite 153 anfangen und sich von Lierschs "Plädoyer gegen die Selbst-Marginalisierung evangelischer Verkündigung" gefangen nehmen lassen.
In diesem Essay legt der Autor, der am 3. September seinen 60. Geburtstag feiert, eine kleine, aber leidenschaftliche Homiletik vor. Er artikuliert das Leiden an "der Unlust an der Predigt", die er - und sicher viele Predigthörerinnen und -hörer - landauf, landab beobachten. Es geht ihm dabei nicht um Kollegenschelte, sondern darum, wie der eigentliche Predigt-Auftrag gelingen kann: "Wie gebe ich Zeugnis von der Hoffnung?" ist seine Leitfrage. Jedenfalls nicht, sagt Liersch, wenn "wir stecken bleiben bei der Bauart palästinensischer Häuser zur Zeit Jesu" oder darin, zu betonen, "was Gott nicht ist".
Liersch macht Mut dazu, Position zu beziehen: Christlicher Glauben hat Antworten auf die existentiellen Fragen, die Menschen umtreiben. "Wir haben doch diese Antworten bekommen - und wir wollen sie doch verständlich geben, seelsorgerlich fassbar". Pastorinnen und Pastoren werden diesen Essay mit Gewinn für ihre eigene Predigtarbeit lesen. Ebenso viel Gewinn werden "Normalleser" aus den Predigten ziehen: Liersch überrascht mit neuen, erhellenden Auslegungen "bekannter" Texte, unterhält und macht neugierig, erhebt nirgends den moralischen Zeigefinger, sondern macht Mut und öffnet den Weg für die "Geistkraft", die allein Glauben wecken und bestärken kann.