Propsteikantor Gerald de Vries

Gerald de Vries wurde 1974 in Norden/Ostfriesland geboren und wuchs dort mit Blockflötenkreisen, Klavierunterricht, Schulchor, Jugendchor, Posaunenchor und Bigband auf. Später wurde er Mitglied im Landesjugendchor Niedersachsen und erhielt seinen ersten Orgelunterricht bei Reinhard Ruge an der Arp-Schnitger-Orgel in der Ludgerikirche in Norden. Nach seinem Abitur begann er 1995 mit dem Studium der Kirchenmusik an der Hochschule für Ev. Kirchenmusik von Westfalen in Herford, das er 2001 mit dem A-Examen abschloss. Während seines Studiums nahm er an Interpretationskursen von Jon Laukvik und Ewald Kooiman teil und setzte zusätzlich einen Schwerpunkt in der Bläserarbeit. Im Jahr 2005 belegte er seine Künstlerische Reifeprüfung im Fach Orgelliteraturspiel bei Prof. Dr. H. Fleinghaus. Orgelkonzerte, Kammermusiken und Konzerte mit dem Thüringischen Akademischen Singkreis (TASK), dessen Mitglied er bis zum Jahr 2003 war, führten ihn in viele Regionen Deutschlands, nach Frankreich, Ungarn, Polen und Russland.



Von 1996 bis 2003 war er Chorleiter in Wallenbrück/Spenge, von 1999 bis 2003 Leiter des Posaunenchores Spenge-Lenzinghausen und Kirchenmusiker an der St. Martinskirche in Spenge, wo er einen Orgelneubau mit der Firma Kristian Wegscheider aus Dresden initiierte und begleitete. Seit dem Jahr 2003 ist Gerald de Vries Propsteikantor an der Marktkirche St. Cosmas und Damian in Goslar, an der er eine Renovierung und Neugestaltung der Schuke-Orgel anregte, die am Ostersonntag 2012 mit der Einweihung der neuen Schuke-Späth-Orgel ihren Abschluss fand.


Zu seinen musikalischen Aufgaben gehören u.a. die Leitung des Posaunenchores und der Bläseranfänger der Marktgemeinde, die Leitung der Goslarer Kantorei, das wöchentliche Singen mit den Kindern der Kindertagesstätte Zum Markte, die Ausbildung von Orgelschülern im Orgelunterricht an der Marktkirche und im D-Kurs der Landeskirche sowie die Gestaltung von Chor- und Orgelkonzerten. Daneben ist Gerald de Vries regelmäßiger Gast an den Orgeln der Region, u.a. beim Grauhofer Orgelsommer, und konzertiert auch weiterhin überregional.